Stoppok solo am 21.12.2006 im LCB Wuppertal

Daran denk ich noch in fünfundzwanzig Jahren, an dieses Konzert!

Mit dieser „leicht“ abgewandelten Textzeile aus seinem Lied ”In 25 Jahren”  fange ich vorne an und beginne: Mit annähernd 450 Gleichgesinnten versammelte ich mich im Live Club Barmen ( LCB ) in Wuppertal und erwartete mein erstes Konzert von und mit Stefan Stoppok. Warum erst so spät frug ich mich zum guten Schluß, siehe Schlußabsatz…..

Denn es wurden vergnügliche 155 Minuten, sehr vergnügliche.

Völlig entspannt und locker (seine Worte) begann er seinen Liederreigen mit ”Sansibar” und ”nach New York geflogen”.

Seine vortragende und singende Stimme hört sich für mich an wie wenn einer anner Bude in Essen–Katernberg oder Dortmund–Kley nach Feierabend oder vorher bei einer Flasche KöPi oder Sternpils oder Mezzomix seine Sicht der Dinge, die in seiner und in der Welt passieren, erzählt.

Gitarristisch sowieso in der ersten Liga angesiedelt, auch mit dem Banjo sehr versiert, serviert Stefan Stoppok ein Kleinod der deutschen Sprache in der Rockwelt nach dem anderen. Meilenweit weg von den Schaudertexten der Wimmerhaken im Abenteuerland der deutschen Superstarsuche.

Der Dialog mit seinem Publikum ist außerdem eine Stärke von ihm: immer haarscharf formuliert und mit einem Humor weit vor der Grenze des deutschen Comedygezumpels.

Typisch sein Einwurf an ein paar mit Glühwein– oder wasauchimmer abgefüllte Zuschauer in der ersten Reihe: er würde auch gerne mal ein leises Lied spielen, aber diese” Versicherungsvertreter“, die wohl vorher auf dem Weihnachtsmarkt waren” , wären zu laut dafür! Danach war Ruhe vor dem ”viel zu schön(en)” Lied.

In der Pause erwarb ich an seinem Merchandising Stand ein paar Aufkleber und CDs.

Weiter ging es eine halbe Stunde später musikalisch mit jammernden „Kebaps“, „Scheiße am Schuh“, dem Bewährungshelfer „zwischen Twen Tours und Seniorenpass“, seinem „Kühlschrank“, einem „Wetterprophet“ und und und natürlich dem Burner „Learning by burning“.  Wer kann außer ihm in diesem unserem Land solche Pretiosen vortragen? Er ist fast allein auf weiter Flur, früher Marius kann vielleicht mithalten?

Bei den Zugaben riss ihm während der „Frühschicht aus dem Beton“ eine Saite, er spannte in völliger Entspanntheit eine neue ein währenddessen das Publikum das Lied in die textsicher in die Zielgerade brachte!

Nach dem Konzert schimpfte ich erstmal mit mir:  Warum hab ich mir nicht schon viel früher einen Auftritt dieses Ausnahmeathleten des Folk, Rock, Blues und Countrybereichs angehört! Tztztz.

Und noch was ihr Leser/innen: Hört mehr Stoppok, es lohnt sich!

Ein begeisteter Volker

Ps. nur kleines Photobesteck dabei….

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