Jim Suhler And Monkey Beat im Spirit of 66 in Verviers/Belgien am 08.09.08

Nach einer problemlosen 140 km Anfahrt von Hilden nach Verviers und dem dann folgenden obligatorischen belgische Pommes mit Mayo Essen in der Schräggegenüber vom Spirit Pommesbude ging’s nach dem Entrichten des Konzert Unkostenbeitrags von 12 Euro in eine der für mich besten und feinsten Musikkneipen in DeBeNeLux!

Mit uns versammelten sich leider nur ca. 60 Strombluesenthusiasten, um in den nun folgenden 150 Minuten zu feiern, zu feiern eine der für mich besten Blues der etwas deftigeren Art Formationen „westlich des Ural“ (Ausdruck aus der vierteiligen Serie Pogo 1104).

Ein kurzer Vorgriff auf die Nachlese. Ich überlegte wieder mal wie schon sehr oft nach Konzerten mit Blues/Rockbands aus dem Nicht mehr lange Bushland: warum sind diese Bands so verdammt gut?

Um 20 Uhr 30 kam die Band, bestehend aus Jim Suhler – Gitarre/Gesang, Carlton Powell – Bass/ Refrainsingen, Shawn Phares – Keybords/Accordion/Refrainsingen und dem ehemaligen Bonamassa Schlagwerker Kenny Kramme auf die Bühne und der Texasvierer begann mit einem Texasblues Instrumental der Hideawayschen Art. Es folgte das Lied über die Tijuana Bible, Titelstück seiner letzten CD, diese Bibeln waren Comichefte mit nackten Tatsachen, erschienen in den 20er bis 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts.

Ein Bluesrocker mit einem Nackenbrechenden Riff.

Danach folgte das nächste die Blutgefäße erweiternde und Adrenalinfreisetzende Riff: der Bones in The Closet und Rattle …Fendertraktiersong.

Die Band spielte wie aus einem Guss, hatte Spaß in allen acht Backen und das Publikum ging begeistert mit. Besonders hervorheben möchte ich das perfekte Notenhinundherschmeißen zwischen Jim und Shawn, sei es bei Shawn mit dem Korg CX – 3 oder seinem Yamaha Keyboard oder bei einigen Stücken auch mit dem Accordion.

Kenny Kramme und Bandurgestein Carlton Powell legten das Blues Rock Parkett perfekt.

Jim bespielte auch das nächste Stück mit seiner roten Fender, das in den ersten Minuten Jamrockartig daher kam und in den Song Shake überging, gleichnamiger Titel einer CD der Band, das ca. 16 Minuten dauerte und mit einigen Zitaten aus der Rockwelt gewürzt wurde, u.a. Hush.

Und Ruckzuck war’s 21 Uhr 35, die Band verabschiedete sich für eine 20 minütige Pause von der Bühne, Zeit, die vor ein paar Monaten erschienene DVD Live In Texas At The Granada zu einem moderaten Preis käuflich zu erwerben.

Shotgun Shack von der Bad Juju CD eröffnete den zweiten Teil des Konzerts dieses perfekt zusammenspielenden Quartetts. Zwischendurch gab es einen Auftritt des renitenten Gitarrenverstärkers von Jim Suhler, er rückkoppelte wie verrückt, aber mit den vereinten Kräften von Jim und dem Besitzer des Spirit, Francis, wurde er eines Besseren belehrt und funktionierte wieder einwandfrei.

Danach griff sich Jim seine Fender, die bei jedem Rory Gallagher Fender Stratocaster Lookalike Wettbewerb den ersten Platz belegen würde und Every Dog Has His Day, ein Slowblues mit feinen Zwischentönen, folgte.

Scattergun, ein Slidebluessong der Mitwippklasse, eingeleitet, wie soll ich`s schreiben, psychedelicartig triffts ganz gut, knallte gut und Jim blieb beim Metallröhrchenbluesrock, Devil`s Hand von der Radio Mojo CD, in dem er ein Solo rauszauberte, mein lieber Herr Winter, wie selbiger in seinem Liveknaller von Herrn Zimmermann, Highway 61 Revisited.

Seine Steelgitarre ließ sich auch für zwei Stücke hören, einmal sogar mit Stahl auf Stahl, das Slideröhrchen bestand aus diesem Material.

Um 22 Uhr 45 begann mit dem Lightnin Hopkins Stück, Po Lightnin, der Zugabenteil, das Stück hat leichte, aber Blueskonsumentenfreundliche Rapanleihen.

Nun kam die rasante Schussfahrt in die Schlussakkorde und Zeit für Jim Suhler, einen seiner ewigen Favoriten zu ehren, Rory Gallagher.

I Could’ve Had Religion, einer „der“ Slowblues überhaupt von Rory, ging über in Restless Soul, mit einem fantastischen Slidesolo mittendrin, Orangenhaut auf meinen Unterarmen war angesagt.

Der Bullfrogblues beendete einen meiner sehr erfeulichen Bluesrockabende, ich hab die Jungs aus Dallas nun dreimal erlebt, es war immer ein Highlight meiner Konzertguckkarriere.

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