Das Dritte Ohr in der Stadthalle Melle am 24.11.2006

Auf dieses Konzert freute ich mich schon seit Wochen, denn die Ohren sah ich zum letzten Mal vor zig Jahren im Schwarzen Adler in Rheinberg.

Nun also in Melle, in der Nähe von Herford. Ca. 80 Bluestrunkene (ver)sammelten sich in der feinen Stadthalle, vor dem Eingang in die Halle eine Bar mit vielen leckeren geistigen Getränken, ich probierte verschiedene Weizenbiere und dann ging es los.

Udo Wolff, die Bluesstimme schlechthin, begrüßte unsere Schar in etwa so: Wir sind das Dritte Ohr, wir machen Blues und wer uns nicht kennt muß nicht meinen, jetzt kämen vier Herren mit Sonnenbrillen, dunklen Anzügen und dunklen Hüten auf die Bühne gesprungen, nein, wir machen Blues!!!!

Und was für einen. Den dreckigen, ungeschliffenen, Kaufhaus – und Fahrstuhlberieselungsuntauglichen, Rundfunk – und Fernsehabstinenten.

Und dann auch noch die meisten Stücke in deutscher Sprache!

Udo Wolff setzte sich auf eine Tourkiste, Harpmikro und Harp in Lauerstellung,

Tom Schrader mit seiner Gitarre gesellte sich dazu und die beiden intonierten das erste Lied des Abends.

Diese Stimme!! Aus tiefsten Tiefen!! Ich glaube, Udo kann damit Glas schmelzen. Unglaublich.

Tom Schrader!! Sein Gitarrenspiel ist unspektakulär, fein, Weltklasse.

Gerd Meier am Bass und Pete Liebers am Schlagzeug vervollständigten ab dem zweiten Blues die Band. Eine Rhythmuseinheit par Excellenc.

Die erste Stunde verging wie im Fluge, der Vollmond ging gesungen von Tom Schrader auf(das Kneipengehlied schlechthin) , Plapper Popper, Zahltag, Himmel oder Hölle, das scratchen des backs, tanzt mit uns heut Nacht. Dann sprach der Wolf zu seinen Geislein: Vor der Pause wird euch die Band noch ohne mich einen Strauß bunter Melodien binden.

30 Minuten Pause.

Und weiter ging es gegen halb elf, Korn, Kohl und Heimweh, das elfte Gebot und und und. Nach einer kleinen Einlage, das gegenseitige langsam in die Knie gehen mit einem Duell Harp gegen Gitarre, meinte Udo Wolff, er wäre langsam zu alt für solche Turneinlagen!

Lang anhaltenden Applaus gab es dafür.

Um 23.15 Uhr verabschiedete sich die Band.

Spruch: Um diese Zeit liegen sonst unsere Gebisse schon im Coregabad….die Band kam dann aber Gottseidank noch für einige Zugaben zurück.

Das Schlußstück passte dann wie die Harp zum Blues: “ Let`s work together“.

Fazit: So muß das sein, genauso und nicht anders.

Gruß von einem restlos begeisterten Volker

Ps. Die Bildqualität bitte ich zu entschuldigen, war so ´ne Ritsch ratsch Kamera.

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