Rico Blues Combo im McMüllers Pub in Linnich am 26.10.07

Blues aus Italien in einem irisch–amerikanischen Pub in Deutschland! Auf diese Konstellation stieß ich vor zwei Wochen beim Durchblättern etlicher Internetseiten bei der Suche nach einem besonderen Konzert in meiner Gegend! Eine CD der Band (House Of Blue Rags) erwarb ich vor ein paar Monaten bei dem CD Dealer meines Vertrauens ( www.cdbaby.com ) und war schwer beeindruckt ob der Qualität der Musik und der Musiker. Blues vom Feinsten, u.a. mit den Gästen Sugar Ray Norcia und Matt Leddy. Nun konnte ich mir diese Band aus dem Stiefelland endlich mal live anhören.Um 21 Uhr fing die musikalische Wanderung durch den Blues aus Chicago, Texas, des Deltas, der West Coast und natürlich auch durch die italienisch mediterran angehauchte an.

Für 12 € Eintritt!

Die Band, bestehend aus : Rico Migliarini – Gesang und Harp, Maurizio Pugno – Gitarre, Marco Capecci am Bass, Giuliano Bei am Schlagzeug und dem Hammond Organisten Alberto Marsico als Special Guest spielte sich mit dem „Chicago Intro, Down To The Village, Let`s Make A Love und Don`t Say No“  langsam auf Betriebstemperatur, die Zuhörer ( 36,5 – 37,5°) auch, das dunkle Weißbier! vor mir stand bei ca. 8 ° genau richtig.

Apropos Zuhörer. Leider nur 25 an der Zahl, aber während der Musik gebannt lauschend und wunderbar ruhig, das mittlerweile bei vielen Konzerten nervige Zuhörerlautsprechen entfiel hier fast gänzlich!

Bis zur Pause folgten noch acht erlesene Stücke aus ihrer Feder, die Ausnahme war „Black Night“ von Jessie Mae Robinson, ein Klassiker, den einige Bands im Repertoire haben.

In der Pause gab es ihre letzte CD zum Preis von 10 €! zu erwerben, ich nahm zwei Stück, mit denen mach ich zwei guten Freunden Freude! Ich „besorgte“ mir ein Konzertplakat, das mir die komplette Band signierte.

Um 22.30 Uhr ging es weiter, die Band intonierte zuerst mit „Need My Baby“ und anschließend „So Sharp“ eigene Werke und danach 15 Minuten „Stormy Monday“ am Freitag, bei dem Klassiker von T–Bone Walker zeigten die einzelnen Musiker bei kurzweiligen Solos zum wiederholten Mal, was sie so draufhaben und das war eine ganze Menge, auch als ein Band waren sie eine Wucht! Quasi italienischer Kaffee beim Italiener.

„Last Call For Alcohol“ kam danach, die Kellnerin hielt sich aber nicht daran und brachte weiter Weißbier und Pils!

„Messin` With The Kid“, eine weitere Perle aus der Welt des Blues, komponiert von Junior Wells, ließ der Fünfer danach in die überaus interessante Spielstätte (ein Saal unterm Dach eines 200 Jahre alten Bauernhofes mit exzellenter Akustik) erschallen.

So gegen 23.30 Uhr, nach dem 22sten Stück ,dem Titel „Baby What You Want Me To Do“, musste leider der letzte Ton ertönen, der Besitzer bekam wohl aus der Nachbarschaft des Anwesens Protestnoten! überreicht…..Wir sind ja schließlich in Deutschland, da darf auch dreimal im Jahr ein Konzert die dörfliche Ruhe nicht kurz vor Mitternacht übertönen.

Trotzdem, Blues von der Rico Blues Combo: Fine, fine, fine!

Fine – die Band als solche

Fine – die einzelnen Musiker

Fine – die Spielstätte

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